In letzter Zeit flattern Unternehmen und Vereinen vermehrt Gebührenbescheide der Bundesanzeiger Verlag GmbH ins Haus. Hintergrund ist das im Jahre 2017 eingeführte Transparenzregister, das es ermöglichen soll, die wirtschaftlich Berechtigten hinter juristischen Personen und Personengesellschaften zu ermitteln.

Problematisch ist, dass den Bescheiden der „Ruch der Dubiosität“ anhaftet, nicht zuletzt wegen der geringen Beträge. Und die Bundesanzeiger Verlag GmbH hat bereits selbst eine Liste unseriöser Anbieter erstellt, die nichts mit dem Register zu tun haben, aber dennoch die Zahlung von Gebühren verlangen.

Wie nun also Original und Fälschung unterscheiden? Da alle Angaben auf den Bescheiden auch der Homepage der Bundesanzeiger Verlag GmbH entnommen werden können, ist die einzig verlässliche Angabe die Bankverbindung.

Nur, wenn sich die folgende Bankverbindung auf dem Gebührenbescheid befindet, ist dieser echt und die Zahlung kann vorgenommen werden. Sparkasse KölnBonn, IBAN DE30 3705 0198 1934 4806 72, BIC COLSDE33XXX.

Doch Achtung: Nach Auskunft einer Mitarbeiterin der Bundesanzeiger Verlag GmbH gilt diese Bankverbindung nur für die Gebührenbescheide. Für kostenpflichtige Leistungen des Transparenzregisters, z. B. Hinterlegung neuer Daten, befindet sich auf der hierüber ausgestellten Rechnung die folgende Bankverbindung: Postbank Köln
IBAN DE57 3701 0050 0000 3995 09, BIC PDNKDEFF.

Sollten Sie eine Rechnung über kostenpflichtige Leistungen von der Bundesanzeiger Verlag GmbH erhalten, ist der Rechnungsbetrag, sofern eine Leistung auch in Anspruch genommen wurde, ausschließlich auf dieses Konto zu entrichten. Ist dieses nicht auf der Rechnung angegeben, sollte die Rechnung umgehend an die Polizei oder Staatsanwaltschaft weitergeleitet und Strafanzeige erstattet werden.

Zu diesem Transparenzregister müssen auch die Vereine Meldungen abgeben. In der Regel holt sich der Bundesanzeiger für eingetragene Vereine aber die Auskünfte selbst beim Vereinsregister ein. Deshalb erhalten Vereine die Rechnungen demnächst „überraschend“, oder haben diese schon erhalten.

 

Zur Zahlung der Rechnung ist man jedoch auf jeden Fall verpflichtet. Diese Gebühr ab 2018 betrug 2,50/Jahr zzgl. MwSt. Ab 2020 hat sich diese Gebühr auf 4,80 € erhöht. Wer sich intensiver über dieses Transparenzregister informieren will, kann das im Internet tun.